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Dienstag, 17. Mai 2011

Tirade des Tages - Booing-Edition

Früher oder später liest man das immer, wenn gerade irgendwo ein Film-Festival stattfindet: Der Film X des Regisseurs Y wurde ausgebuht. So gerade geschehen in Cannes mit dem Film Tree of Life von Terrence Malick. Ich habe den Film nicht gesehen, weiß also nicht, ob ich ihn mag oder nicht. Dennoch habe ich ein - gelinde gesagt - Problem mit Menschen, die sich hinstellen, und ein Kunstwerk ausbuhen, weil es ihnen persönlich nicht gefällt. Genau genommen würde ich besagte Leute gerne mal so richtig in die Mangel nehmen. Oldschool, Bud-Spencer-Style. Mit Die-Köppe-an-einander-schlagen-dass-et-scheppert und so.




Man kann über Geschmack streiten, und Kunst lebt davon, dass man das tut. Wenn einem etwas, an dem jemand mit Herzblut gearbeitet hat, in das er Kreativität, Enthusiasmus, seine Ideen und nicht zuletzt auch seine Zeit investiert hat, nicht gefällt, dann kann man das Ergebnis natürlich kritisieren, wenn man gerne möchte, klar.

Aber sich hinstellen und "Buh!" schreien? Ähem.
Es ist zwar die hohe Kunst des Journalismus und so sicherlich auch des Kritikertums, komplizierte Sachverhalte kurz, knapp und allgemein verständlich zusammenzufassen. Aber eine einzelne Silbe? Ist das nicht doch ein bisschen sehr einfach? Um nicht zu sagen - naja... popelig??!





Kluge Künstler mit einem dicken Fell freuen sich wahrscheinlich über Buhrufe. Denn wenn sich ein kultivierter Mensch zu einem derart erbarmungswürdigen Verhalten hinreißen lässt, dann muss ihn das Gesehene ja zumindest irgendwie berührt haben. Dennoch: Ich persönlich finde Ausbuhen widerlich, insbesondere im Zusammenhang mit Kunst. Das ist so eine Unart, von Kunst persönliche Befriedigung zu erwarten, als wäre ein Theaterstück/Film/wasauchimmer eine Nutte, die einem jeden Wunsch von den Augen ablesen muss. Ich habe Eintritt gezahlt, now fucking blow me! Warum muss immer alles fertig, glatt und gefällig sein? Warum darf nichts Werden, Prozess, unfertig sein? WARUM MUSS IMMER ALLES PERFEKT SEIN? Haben wir alle zu oft Germany's Next Topmodel geguckt?




Was mich insbesondere besorgt ist Folgendes: Die Leute, die da in Cannes "Buh!" geschrien haben, sind kulturell (wie wahrscheinlich auch kulinarisch) überfressene alte Journalistensäcke und Filmfuzzis, die vermutlich fast ausschließlich vor 1970 geboren wurden und diese ganzen Menschenwürde-Vernichtungs-Formate wie Deutschland sucht den Superstar, X-Factor, Dschungelcamp und Co gar nicht kennen.

Wie werden denn die Kids, die mit diesen Formaten aufgewachsen sind, mit Künstlern umgehen, die ihnen etwas Eckiges präsentieren, das nicht in das Runde passt, das sie aus dem Fernsehen gewohnt sind?

Man kann natürlich auch so argumentieren: Buhen und Auspfeifen sind alte Phänomene. Und Fräulein Vega sollte sich nicht so aufregen. Ist richtig. Das Ausbuhen kam schon zur Zeit der Gladiatorenkämpfe im alten Rom vor. Da entschied das Publikum durch lautstarke Meinungsäußerung mit, wer leben und wer sterben sollte. Traditionsreich und voll harmlos also, das Buhen. Oh, wait.

Naja. Wahrscheinlich sollte ich den Buhrufern mit mehr Empathie begegnen. Sie haben offensichtlich so wenig Kontakt zu ihrer eigenen künstlerischen Seite, dass sie die Wunden, die sie schlagen, nicht nachvollziehen können. Außerdem ist es doch völlig klar, dass der Buhrufer an sich unter Erektionsproblemen, chronischer Verstopfung, unterentwickelten Genitalien und fauligem Atem leidet und deswegen so mies drauf ist.

Vielleicht sollte ich ihm also in Zukunft mit mehr Verständnis begegnen. Ha!


m.

Freitag, 18. März 2011

Tirade des Tages - Mode Edition

Dieses Thema steht schon ganz lange oben auf meiner to-do-Liste für die Tirade des Tages. Aber weil es mich so sehr aufregt, dass immer diese dicke Ader an meinem Hals rauskommt, wenn ich darüber nachdenke, musste ich es bisher immer wieder verschieben, mich damit zu befassen. Schon aus gesundheitlichen Gründen. So'n Schlaganfall mit 29, aus blanker Wut - das muss ja eigentlich nicht sein. Nun ja, mein Freund Lukas (http://grenzkredibel.blogspot.com) hat mich gestern noch mal auf das Thema gestoßen, und nun kann ich nicht mehr an mich halten.

Also. Es gibt ja immer mal wieder Kontroversen darüber, dass über die Laufstege der Welt fast ausschließlich weiße Models flanieren und die schwarzen die "exotische" Minderheit sind. Das konnte ich lange ignorieren, weil ich mich wenig mit Mode und dem ganzen Zirkus drumherum befasse und weder glaube, dass er die Welt in der wir leben abbildet, noch dass er sonstwie Relevanz für mein Leben hat.

Vor einiger Zeit jedoch hat die italienische Vogue einen Black Issue rausgebracht. Ein Heft nur mit schwarzen Models. Ich habe damals schon auf meinem alten MySpace-Blog darüber gelästert.



Denn da dachte ich schon: What the fuck?; vergaß es aber schnell wieder. Aber nun gibt es auf der Homepage der italienischen Vogue auch noch eine "schwarze Abteilung" namens Vogue Black. Einen eigenen Bereich auf der Homepage, in dem es nur schwarze Models zu sehen gibt. Und auf dem Rest der Homepage dann entsprechend wie überall sonst: gar keine. Hier gibt es dieses Meisterwerk an Dummheit zu bestaunen: http://www.vogue.it/vogue-black/lo-stile-di- Auf der einen Seite die "normalen" Models, und auf der anderen Seite die schwarzen. Auch auf den Fotos: alles schön getrennt.



Was zum Teufel??? Schon mal was von segregation gehört? Apartheid? Anyone?
Ich finde es unglaublich, dass die italienische Vogue, anscheinend zusammen mit der restlichen Modewelt, mal eben die Rassentrennung wieder einführt. Liebe Vogue-Italia-Chefin, muss ich bald im Bus wieder hinten sitzen? Stupid much, bitch?

Ich weiß, dass ich über so viel Ignoranz lachen sollte, aber ich schaffe es irgendwie nicht. Ich habe das dringende Bedürfnis, mich mit einem Baseballschläger zu bewaffnen und im Büro einer speziellen Modezeitschrift eines speziellen Mittelmeerlandes (das sich derzeit ohnehin in vielerlei Hinsicht nicht gerade mit Ruhm bekleckert) aufzuschlagen und strafrechtlich relevante Dinge zu tun. Irgendwo rotiert Rosa Parks in ihrem Grab. Wobei die Mitarbeiter der italienischen Vogue Rosa Parks vermutlich für ein Label halten. Oder für eine Lippenstiftfarbe. Egal.

Ich frage mich nur eines: Wenn es einen Gott gibt, warum lässt er es dann zu, dass so viele Menschen ohne ein Gehirn leben müssen?


m.

Mittwoch, 9. März 2011

Tirade des Tages - Flashmob Edition

Ojemine, das ist wirklich das Bescheuertste, das ich seit langem gehört habe: Am 3.3., also an Weiberfastnacht, hat in Köln ein "Fatmob" stattgefunden. Ein Flashmob, der Werbung für den Kinostart des mit Sicherheit superschrottigen "Big Mamas Haus 3" machen sollte. Auf der passenden Facebook-Seite http://www.facebook.com/Fatmob?v=info wurden die Fans dazu aufgerufen, sich als "Big Mama" zu verkleiden. Das sollten sie folgendermaßen anstellen:

"OUTFIT: Verkleidet euch als "BIG MAMA"!
- Füllige Erscheinung (stopft euch so richtig aus!)
- Perücke (z.B. blonder Afro oder Omaperücke)
- Oma-Kleid
- dunkles Gesicht"

Liebe Macher. Eine super Idee, nicht nur den Flashmob an sich zu korrumpieren, sondern die Leute auch gleich noch zum Blackfacing http://en.wikipedia.org/wiki/Blackface aufzufordern. Wirklich kein bisschen anstößig oder gar beleidigend. Oh, und dann tanzt man auch noch zur "Bad"-Parodie namens Fat von Weird Al Yankovic! Eine tolle Werbeidee. Da haben sich die Macher aber wirklich mit Ruhm bekleckert... NOT!!!!

Zu dumm nur, dass offensichtlich die allermeisten Menschen diese Idee genauso unwürdig und beschissen fanden, wie ich. Auf Facebook hat der "Fatmob" gerade mal etwas über hundert Likes. Wenn man da noch Mitarbeiter und Freunde der veranstaltenden Werbeagentur abzieht, wieviele bleiben dann noch übrig? Zwei, drei? Gar keine? Viel Zuspruch kann der "Fatmob" jedenfalls nicht gehabt haben, denn: Die Macher waren sich doch tatsächlich nicht zu fein dafür, auf studentischen Jobportalen Anzeigen zu schalten und teilnehmenden Studenten 10 Euro pro Stunde für die Teilnahme zu bieten. Liebe teilnehmende Studenten: Schämt euch! Ihr hättet alternativ:

- betteln
- euren Körper verkaufen
- an Ampeln Autos waschen
- rauben
- plündern
- stehlen

können, alles wäre besser gewesen, als da mitzumachen. Shame on you all!

Schande über die Veranstalter, Schande über alle, die da teilgenommen haben und dabei helfen, der schönen und freien Ausdrucksform des Flashmob die Würde zu nehmen. Schande über alle, die sich das Gesicht schwarz anmalen, weil das ja totaaal lustig und überhaupt nicht offensive ist und vor allem und insbesondere SCHANDE über die Macher dieses Films. Liebes Studio: WARUM? Hättet ihr das Geld, das ihr für diesen Film in die Hand genommen habt, nicht einfach verbrennen können? Das wäre doch für alle Beteiligten die bessere Variante gewesen!
Ach, was reg' ich mich auf? Der "Film" hat eine Bewertung von 2,7 von 10 Punkten auf der Internet Movie Database und sehen will ihn vermutlich auch keine Sau. Und das Video des "Fatmobs" ist sowohl von der Facebook-Seite als auch von Youtube "vom Nutzer" entfernt worden. Na, so ein Pech! Ha! Ha! ha!


Als Gegenmittel gegen die Dummheit und Hässlichkeit hier noch schnell ein schöner und vor allem unkommerzieller Flashmob vom Berliner Hauptbahnhof (via fronque):




m.

Sonntag, 13. Februar 2011

Tirade des Tages – Ehrenfeld-Edition

Eigentlich hätte ich dieses Blog auch Kotze und Schleim nennen können. Das wäre eindeutig der apartere Titel gewesen. Aber "Ehrenfeld" und "Edition" bilden eine so schöne Alliteration, dass ich mich am Ende dagegen entschieden habe.

Und das, obwohl, seit ich in Ehrenfeld wohne, genau daraus mein Leben besteht: aus Kotze und Schleim. Denn ich wate Tag für Tag durch eine ausgewogene Mischung aus Auswurf, Rotze, (so hoffe ich größtenteils Hunde-)Scheiße und diversen anderen Körperausscheidungen.

Und langsam habe ich es satt. Köln ist ja ohnehin die schmutzigste Stadt dieses Planeten. Berlin mag schmutzig sein – so schmutzig wie Köln ist es lange nicht. In Ehrenfeld scheint es mir aber besonders schlimm. Und: Ich hasse das!

Ich hasse die Arschlochhundehalter, die ihre blöden Tölen überall hinmachen lassen, und am allerliebsten natürlich mitten auf den Gehweg. Ich hasse die Besoffskis, die mitten auf den Aphalt reihern, sodass ich allmorgendlich beim Brötchenholen von kotzefreier Insel zu kotzefreier Insel hüpfen muss, um halbwegs sauberen Fußes wieder nach Hause zu kommen.

Am Schlimmsten allerdings ist die Spucke. Ist euch schon mal aufgefallen, dass die Leute STÄNDIG auf den Boden rotzen? Für mich gibt es genau drei akzeptable Gründe, auszuspucken.


1.du bist gerade einen Marathon gelaufen und dein geschundener Körper produziert so viel Schleim, dass du erstickst, wenn du nicht ausspuckst
2.du befindest dich in einer Tarantinoesken Situation; gefesselt an einen Stuhl sitzt du deinem superfiesen Erzfeind gegenüber, der deine ganze Familie ausgelöscht und dich ordentlich in die Mangel genommen hat; und als der Bösewicht dir ganz nahe kommt um dir noch ein letztes mal ins Gesicht zu lachen, bevor er dir den Garaus macht, kannst du dem Drang nicht widerstehen, ihm zünftig ins Gesicht zu spucken, bevor du den obercoolen one liner ablässt, den du dir extra für den Schluss aufgespart hast
3.du bist ein Lama und spucken ist irgendwie dein Job

Für Situationen dieser Art habe ich durchaus Verständnis. Allen anderen, die in der Gegend rumrotzen, würde ich allerdings gerne mal – gelinde gesagt – den Marsch blasen. Es ist nämlich nicht schön, in Rotze zu treten. Es ist auch nicht schön, Rotze anzugucken. Ich weiß auch gar nicht, wo die Leute dieses gelbgrüne, klumpige Zeug herholen. Ich hab' sowas gar nicht. Zumindest nicht in solchen rauen Mengen. Aber wie dem auch sei: In die Gegend zu rotzen ist nicht nur asozial, was ich noch tolerieren könnte, nein, es ist auch hochgradig unästhetisch, und das nehme ich übel. Zumal man Rotze auf der Straße auch viel schlechter ausweichen kann als beispielsweise Kotze, weil man sie wenn überhaupt erst im letzten Moment sieht.

Aaaah! Ich balle reflexartig meine Fäustchen, wenn ich nur daran denke. Was mich zu einer Frage führt, die immer zentraler wird. Brauche ich anger management? Ich weiß nicht genau, was mit mir los ist. Ich könnte fast stündlich eine Tirade des Tages vom Stapel lassen.

Aber derartige Fragestellungen müssen warten. Ich muss mir jetzt erst einmal einen Hut und eine Bild am Sonntag kaufen, mich über die jungen Leute echauffieren, die nicht mehr wissen, was Anstand ist, und ein paar Falschparker denunzieren.


Bis auf Weiteres,
Wutbürgerin m.

Dienstag, 8. Februar 2011

Tirade des Tages - U-Bahn-Edition

In Köln mit der U-Bahn zu fahren, ist wirklich kein Geschenk. Meine Erachtens müsste man mindestens das emotionale Gleichgewicht eines Dalai Lama haben, um sich von U-Bahn-Fahrten nicht vollkommen abfucken zu lassen.
Die ständigen Verspätungen sind ja schlimm genug. Aber die Leute? Fuck.
Ganz ehrlich, könnte mal jemand einen U-Bahn-Knigge rausbringen? Langsam machen mich die Leute nämlich krank, die einsteigen, während noch nicht alle, die an der fucking Haltestelle aussteigen wollen, ausgestiegen sind. Oder die im Feierabendverkehr einsteigen und direkt an der Tür stehenbleiben, obwohl hinter ihnen noch 1000 andere Leute in die Bahn wollen. Oder die in einer total überfüllten Bahn den Sitzplatz neben sich mit ihrer Tasche besetzen, egal wie viele gehbehinderte Omis da gerne sitzen würden.

Aaaaaaaaaaaaaaaahhh!

Und wenn man dann die blöde Fahrt überstanden hat und natürlich viel zu spät am Ziel angekommen ist, dann muss man noch die Rolltreppen-Tortur überstehen. Denn man hat es eilig, aber man kommt nicht voran. Weil allein in Köln die Leute zu dumm sind, die Rechts-stehen-links-gehen-Regel zu kapieren. In Köln wird auf der Rolltreppe grundsätzlich gestanden - bloß keine Rücksicht nehmen.

Aaaaaaaaaaaaaaaahhh!

Wobei - über den Rolltreppen-Part sollte ich mich wahrscheinlich nicht so aufregen. Denn die meisten Rolltreppen fahren in Köln ja ohnehin nicht, sondern sind lediglich dazu da, Kippen, Coffee-to-go-Becher und McDonalds-Verpackungen aufzufangen und den U-Bahn-Stationen so einen aparten, post-apokalyptischen Anstrich zu verleihen.

Aaaaaaaaaaaaaaaahhh!

Leute, ich kann nicht mehr. Scheiß auf die Umwelt, die Erde geht eh bald unter; ich brauche ein Auto. So wie es jetzt ist, kann es jedenfalls nicht bleiben.


m.

Dienstag, 25. Januar 2011

Tirade des Tages - Postkarten Edition

Schlimme, wirklich schlimme Sache: Ich brauchte eine Trauerkarte. Dachte: was Schlichtes, natürlich. Hatte lange am passenden Text herumlaboriert, ihn irgendwann zusammenbekommen und brauchte nur noch die entsprechende Karte.

Also rein in den ersten Schreibwarenladen, locker drauf los auf die Kartenständer. Und ich stellte fest: Da ist nix mit schlichten Karten. Ganz im Gegenteil. Bunte Fotos, billige Clip-Art und Sprüche vom "Kleinen Prinz" oder vom armen Hermann Hesse, auf einer Bandbreite von kitschig über abgenudelt bis hin zu schlicht und einfach dummdreist.

Habe mich kurz geschüttelt vor Ekel und bin in den nächsten Laden gerannt, da: das Gleiche. Der nächste: das Gleiche. Rinse, repeat. Erst war ich genervt, so ab dem vierten Laden aber dann doch recht wütend. Bis ich irgendwann im Ehrenfelder Regen einen Laden fand, der mir eine ganz schlichte Trauerkarte bieten konnte, ganz ohne "Das Leben geht weiter"-Scheiße, Schleifchen, changierende Silberschrift, funkelnde Applikationen oder (ja! auch das gibt es!!!) GLITZER!!!

Es war ungelogen der achte Laden, in dem ich war.

Und, sorry, aber ich muss einfach mal fragen: Was ist da los? Wer entwirft und wer KAUFT Trauerkarten mit Schleifen drauf und mit Glitzer??? Das ist eine Beleidigung des guten Geschmacks, der guten Sitten, von Anstand und Ästhetik.

What the fuck, Leute? WHAT. THE. FUCK.



m.

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Tirade des Tages - Golden Globe Edition

Also Leute, wirklich. Ich weiß nicht, ob ich kotzen oder lachen soll, und bin wie so oft verärgert darüber, dass Mutter Natur unsere Körper so gebaut hat, dass beides gleichzeitig leider unmöglich ist.

Gestern kamen die Golden Globe-Nominierungen raus. Und jetzt echt mal nichts gegen Johnny Depp aber: Dass er für The Tourist nominiert ist, der wirklich unglaublich schlecht sein soll, finde ich dubios, kann ich aber nicht wirklich beurteilen, weil ich den Film nicht kenne. Aber dass er zusätzlich auch noch für Alice im Wunderland als bester HAUPTDARSTELLER nominiert ist, ist wirklich ein Witz. In diesem Film hat er ungefähr so viel geleistet, wie Guido Westerwelle als Außenminister: Er war anwesend und sah schräg aus. Ein Golden Globe für diese Rolle, das ist wie... wie... der Friedensnobelpreis für Barack Obama nach noch nicht mal einer Amtszeit: peinlich für den Preisträger und rufschädigend für die Institution, die den Preis vergibt.

Echt jetzt. Dass immer alle bei jedem Scheiß, den Johnny Depp macht, laut "pures Gold" schreien, geht mir langsam auf den Keks. Das Gleiche gilt für Tim Burton. Den ich im Grunde sehr gerne mag, der sich mit Alice jedoch einen völlig lahmen, kühlen, uninteressanten und leblosen Ausfall geleistet hat. Dieser Film war ungefähr so inspiriert wie ein Kommentar in der FAZ.

(Warum ich mich über so unwichtige Dinge dermaßen aufrege? Weil ich mich sonst mit Relevantem befassen müsste. Mit der Tatsache beispielsweise, dass Silvio Berlusconi gestern mal wieder ungeschoren davongekommen ist. Und darüber nachzudenken, das macht mein Blutdruck nicht mit...)



m.