Freitag, 11. Februar 2011

Born This Way

Auf Twitter und in den Blogs ist der Teufel los, und das alles nur, weil Lady Gaga ihre neue Single herausgebracht hat. Aber für die Little Monsters, wie die Holde ihre Fans nennt, und von denen es nicht eben wenige gibt, ist das schon ein ganz großes Ding. Seit Tagen wurde auf zahlreichen Websites der Countdown bis zum Erscheinen runtergezählt und auf Twitter heißt der heutige Freitag schlicht #BornThisWayFriday.






Denn Born This Way, das ist der ebenso schöne wie suggestive Titel besagter Single. Und dass ich euch die an diese Stelle nicht vorenthalte, das ist ja wohl Ehrensache.





Es ist offensichtlich, dass Lady Gaga, die ja im Gegensatz zu so ziemlich JEDEM anderen Popstar ihre Songs selbst schreibt, versucht hat, das I Will Survive oder das I Am What I Am für das Jahr 2011 zu schreiben. Um das zu erkennen, muss man gar nicht so genau hinhören, dafür reicht schon der Refrain.


I'm beautiful in my way
'Cause God makes no mistakes
I'm on the right track, baby
I was born this way



An anderer Stelle singt Gaga:

No matter gay, straight or bi
Lesbian, transgendered life
I'm on the right track, baby
I was born to survive
No matter black, white or beige
Chola or orient made
I'm on the right track, baby
I was born to be brave



Eine Ode an ihre Fans und an die Selbstakzeptanz also. Dass das Ding ankommt und ein Riesenhit wird, ist ja mal klar. Gaga bedient genau ihr Publikum. Das Lied richtet sich - wie Gaga generell - eben an alle, die irgendwie schräg, hässlich, anders, unsicher, unpassend, eigenartig oder uncool sind. Oder sich zumindest so fühlen. Das kann man belächeln. Das kann man aber auch bleiben lassen. Und einfach tanzen.

Ich denke, es ist an dieser Stelle müßig zu sagen, dass ich den Song liebeliebeliebe und es nicht erwarten kann, endlich darauf zu tanzen. Also, irgendwo anders als in meinem Zimmer.


(Don't be a drag, just be a queen!)
m.

Kommentare:

  1. ich finde den hype um die veröffentlichung etwas krass und auch die koop mit "target", aber das lied mag ich, auch wenn das ergebnis, glaube ich, im angesicht des krassen marketings einige enttäuschen wird.

    hab gestern einen gaga-kritischen artikel bei "the advocate" gelesen. er ist lesenswert, auch wenn ich mit der genervten grundhaltung nicht übereinstimme:

    http://www.advocate.com/Arts_and_Entertainment/Media/The_Lady_in_The_Slaughter/

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  2. huch! den kommentar habe ich gerade aus dem spamfilter gefischt! keine ahnung, wie er da gelandet ist. sorry sweetie. naja, besser spät als nie ist er jetzt doch noch erschienen :-)

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  3. habe den artikel endlich gelesen. was mich daran sehr stört: "born this way" richtet sich keineswegs lediglich an schwule. auch wenn der massiv egozentrische autor das nicht merkt. es gibt auch noch andere "minorities". ob der autor es glaubt/weiß/es ihn interessiert oder nicht. außerdem unterschätzt er glaube ich, dass der durchschnittliche gaga-fan kein high brow gay man in his mid thirties ist, sondern vermutlich eher ein pummeliges 16-jähriges mädchen, das in der schule gehänselt wird, weil es so komische klamotten trägt. aber soll der autor ruhig mal weiter um sich selbst kreisen ;-)

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